Am Samstag ist es wieder soweit – es ist Valentinstag. Ich mag den Valentinstag, weil es ein schöner Brauch ist, unseren Lieben endlich mal wieder zu sagen, wie gerne wir sie haben. Ja, mag sein, dass Du dazu keinen speziellen Gedenktag brauchst, weil Du eh sehr aufmerksam und liebevoll mit Deinen Partnern und Partnerinnen umgehst.
Aber wenn wir den Tag dazu nutzen, nicht nur die Partnerschaft zu feiern, sondern auch, um mal all den anderen Menschen in unserem Leben und unserem Netzwerk zu sagen, dass wir sie mögen, dann kann so ein „Tages-Anstubs“ bewirken, dass wir bewusst unsere Beziehungen unter einen guten Stern stellen.
Ja, der Valentinstag ist eine gute Gelegenheit für Networking und nette Worte. Ein paar liebe Nachrichten, ein kurzes Melden, ein Zeichen von „Ich denk an Dich“. Das kann schön sein.
Und gleichzeitig beobachte ich immer wieder, dass der Gedanke an Networking bei vielen Menschen mit viel im Kopf etwas ganz anderes auslöst: ein diffuses Gefühl von Verpflichtung, von uff, noch ein To-Do: Wen müsste ich eigentlich anschreiben? Wo habe ich mich lange nicht gemeldet? Was wäre jetzt angemessen? Und plötzlich wird aus Beziehungspflege ein inneres Abarbeiten.
Vielleicht liegt das Problem bei der Art, wie wir Beziehungen inzwischen „managen“:
- Networking als Aufgabe.
- Kontaktpflege als weiterer Punkt auf der Liste.
Und gerade Menschen, die verbindlich sind, empathisch, interessiert an anderen (also unsere „Hanni Herzlichs“), geraten dabei schnell in einen inneren Spagat. Sie wollen ehrlich sein, präsent, zugewandt – und merken gleichzeitig, wie voll der eigene Kopf längst ist.
Was das mit Zeitmanagement zu tun hat?
Für mich sehr viel. Denn Zeitmanagement beginnt nicht im Kalender. Es beginnt dort, wo wir entscheiden, wofür wir unsere Aufmerksamkeit öffnen – und wofür nicht. Jede Nachricht, jeder Kontakt, jede gedankliche Verpflichtung belegt mentalen Raum. Und wenn dieser Raum ohnehin schon gut gefüllt ist, dann kippt selbst etwas Schönes schnell in Druck.
Ich erlebe das oft in Coachings: Menschen, die hervorragend vernetzt sind, viele Kontakte haben, sich kümmern, mitdenken – und gleichzeitig das Gefühl haben, ständig hinterherzulaufen. Nicht, weil sie schlecht organisiert wären. Sondern weil sie zu wenig sortieren, was wirklich zu ihnen passt und was sie eher aus Pflichtgefühl vieles aufrechterhalten. Dann wird Networking nicht nährend, sondern zehrend.
Vielleicht ist der Valentinstag deshalb ein guter Moment für eine andere Frage.
- Nicht: Wen sollte ich heute anschreiben?
- Sondern: Welche Verbindungen fühlen sich gerade stimmig an? Wo ist echtes Interesse, echte Freude, echte Energie?
- Und wo ist es vielleicht auch okay, einmal nichts zu tun, nichts zu pflegen, nichts zu bedienen?
Das ist eine Form von Selbstführung. Und damit Kern von kreativem Zeitmanagement. Nicht mehr schaffen, sondern klarer wählen. Nicht alles beantworten, sondern bewusster entscheiden. Gerade für Menschen mit viel im Kopf ist diese innere Klarheit oft der entscheidende Hebel, um wieder Luft zu bekommen.
Den Valentinstag zum Beziehungs-Tag machen
Du musst keinen expliziten „Schatz“ haben, um den Valentinstag dazu zu nutzen, anderen Menschen – und damit auch Dir selbst – ein gutes Gefühl zu geben.
💟 Nimm den Valentinstag zum Anlass, um lieben Menschen einen Gruß, eine Aufmerksamkeit zu schicken.
💟 Nimm den Valentinstag zum Anlass, ein bisschen zu networken und den Kontakt zu den Menschen zu pflegen, die Dir am Herzen liegen.
💟 Und nutze den Valentinstag, um Dein Umfeld unter die Lupe zu nehmen:
- Welche Menschen tun Dir gut?
- Wer unterstützt Dich in Deinen Ideen?
- Wer tut Dir gar nicht gut?
- Versuche Dich mehr und mehr mit Menschen zu umgeben, die Dir gut tun.
Mit folgenden drei Tipps vermeidest Du, dass Networking zur Zeitfalle wird 💫
Netzwerk-Tipp Nummer 1: Weniger ist mehr 🌹
Netzwerk-Tipp Nummer 2: Die Kontakte 🌹
Die meiste Zeit vertun wir, weil wir allen die gleiche Aufmerksamkeit schenken, oder aber den falschen zu viel. Bevor Du also einfach drauflos-netzwerkst, halte einen Moment inne und überlege Dir, wie wichtig dieser Mensch für Dich wirklich ist. Mit diesen Tipps sortierst Du Dein Netzwerk effizient aus:

MÖGEN ERLEICHTERT ALLES!
Wir netzwerken um so lieber und damit auch um so erfolgreicher, wenn wir mit Menschen netzwerken, die wir mögen. Deshalb ist ein Kriterium für mich persönlich, ob jemand ein „VIP“ ist oder nicht, auch mein Sympathie-Faktor.
Gut, das verschließt damit die ein oder andere Türe zu Menschen auf wichtigen Positionen.
Aber ich will mich auch beim Networking nicht verbiegen :-).
Netzwerk-Tipp Nummer 3: Fokussieren 🌹
Wer nicht aufpasst, hat schon 20 Minuten im Newsfeed von LinkedIn& Co. verbracht, ohne überhaupt den ersten Kontakt angeschrieben zu haben. Mit diesen Tipps bleibst Du beim Wesentlichen:
Ich wünsche Euch allen einen schönen Valentinstag! 🌹🌹🌹
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P.S. Valentinstag – wo kommt er eigentlich her?
So wie es der Heilige Valentin gemacht hat, ein Bischof in Rom, auf den vermutlich der heutige Tag zurück geht. Valentin traute im 3. Jahrhundert Liebespaare nach christlichem Ritus. Und das gegen den ausdrücklichen Willen Kaiser Claudius II., der lieber unverheiratete Soldaten haben wollte. Valentin scherte das nicht, er vollzog das Ritual und der Überlieferung nach standen die Ehen, die er geschlossen hatte, unter einem besonders guten Stern. Auch, so heißt es in vielen Überlieferungen, soll er den Frischvermählten Rosen aus dem Klostergarten geschenkt haben. Schade, dass Valentin am 14. Februar 269 auf Befehl des Kaisers enthauptet wurde.
Valentinstag – Tag der Liebenden
Und wie kam es zum Brauch, sich Geschenke zu machen? Aus England kennen wir seit dem 15. Jahrhundert sogenannte „Valentinspaare“, die sich gegenseitig eine Freude machten mit Geschenken oder Gedichten. Mit englischen Auswanderern gelangte der Valentinsbrauch in die Vereinigten Staaten, und von dort brachten ihn US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands. Im Jahr 1950 gab es schließlich einen „Valentinsball“ in Nürnberg und von da an verbreitete sich der Tag der Liebenden über ganz Deutschland. Und sicherlich nicht ganz unschuldig an der rasanten Verbreitung der Blumengrüsse war in den Wirtschaftswunderjahren, dass die Floristen kräftig Werbung machten. Blumen zum Valentinstag galten fortan als „Must-Do“ und auch heuer versprechen sich Blumenhändler und auch andere Geschäfte einen Mehr-Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro (Quelle: Instituts IFH Köln im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE)).
